Eigentlich brauch man gar nicht mehr viel dazu zusagen bzw zuschreiben. Es stimmt einfach. So ein einfacher Satz, so eine „einfache“ Erkenntnis und soo verdammt schwierig umzusetzen.

Mich selbst lieben und dann lebe ich mit Selbst – Respekt. Liebe, Selbst- Respekt. Alles worum sich das Leben dreht. Liebe ist ein Geschenk. Es ist keine Aufforderung. Es ist ein Prozess, es ist ein Offen-sein,  ein Demütig-sein, ein Geschenk annehmen und geben ( ohne dass es an Erwartungen geknüpft ist ) Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen, wenn sie sagen „ Ich liebe dich“ oder „Ich liebe sie / ihn aber doch“,  sofort eine Erwartung daran knüpfen, dass der andere/ die andere einen auch sofort lieben muss oder dann alles stehen und liegen lässt, alles macht – nur weil man „Ich liebe dich“ gesagt hat. Aber, denke ich jedenfalls, das ist nicht die Art von Liebe, um die es gehen sollte. Es ist nicht wie eine vorgetäuschte Bitte. Also wenn z.B eine Mutter ihr Kind darum bittet den Geschirrspüler auszuräumen. Dann ist dies eine Erwartung, eine Aufforderung, ein „Befehl“. Denn es steht in dem Kontext quasi nicht zur Wahl, dass das Kind nein sagt und geht, was man bei einer Bitte tun könnte. Sondern die Mutter erwartet, dass der Geschirrspüler ausgeräumt wird und das steht nicht zur Diskussion. Kommt es aber zu einer ( und ich glaube, viele von euch kennen diese Szene😉 ), wird schnell klar, dass dies keine Bitte war. Man müsste es also dann entweder anders formulieren, so dass der Standpunkt klar ist oder bei einer Bitte auch akzeptieren, dass das Kind dieser nicht nachkommen muss. Denn eine Bitte ist ein Wunsch, den ich äußere. Ein Wunsch an eine andere Person. Und diese Person hat die freie Entscheidung, diesen Wunsch, diese Bitte anzunehmen, dieser nachzugehen oder auch abzulehnen. Sie muss diese Bitte nicht annehmen. Wenn sie nicht möchte, dann können wir sie auch nicht dazu zwingen. Es ist die freie Entscheidung dieser Person. Und ich denke, genauso verhält es sich auch mit der Liebe. Wenn wir jmd. lieben, sollte dies ohne Bedingungen sein. Ohne angeknüpfte Erwartungen. Frei aus uns heraus. Weil wir etwas geben möchten, ohne Absicht dahinter. Einfach nur Lieben. Jemanden lieben, so wie die Person ist. Mit all ihren Stärken und Schwächen. Mit den kleinen wundervollen Macken, die die Person einzigartig machen. Klar können sie uns mal stören, wir sollten sie haben nicht versuchen auszuradieren, denn dann ist es nicht mehr die Person, in die man sich verliebt hat. Nur zusammen ist es eins. Licht und Dunkel. Leben und Tod. Ying und Yang. Stärke und Schwäche. Wenn wir jmd. so lieben können. Dann können wir uns auch selbst so lieben. Lieben mit den kleinen Dellen am Oberschenkel, lieben mit den bunten Streifen auf den Beinen, lieben mit der straffen Haut, lieben mit den Sommersprossen, lieben mit der Zahnlücke, lieben mit den vollen Lippen, lieben mit den schmalen Gelenken und so weiter und so weiter. Wir können lernen unseren Körper mit Liebe anzunehmen. Ihn mit Liebe wahrzunehmen und ihn als das Ansehen was er ist. Unser Körper ist ein unglaubliches Geschöpf der Natur. Es ist Wahnsinn, was er alles für uns leistet, wie ausgeklügelt jedes einzelne kleine Teil ist, damit es ein großes Ganzes ergibt. Unser Körper ist die Hülle unserer Selbst. Er ist das Außen unseres Innen. Wenn wir uns lieben und uns sehen & anerkennen wie wir sind, können wir lernen unsere Schichten abzulegen und wir können mehr zu unserem höheren Selbst kommen. Wir können noch mehr von uns sehen und erfahren, was vielleicht vorher im Verborgenen lag. Wir können mehr aus uns heraus strahlen. Unser Licht wird größer und heller werden. Wenn wir uns lieben, wie wir sind, dann werden wir auch unsere Schwächen als Stärke sehen. Wir werden unsere kleinen Fehler, unsere kleinen Makel als individuelle Erkennungsmerkmale für uns sehen. Wir sind wundervolle, individuelle Geschöpfe der Natur und jeder einzelne von uns ist schön und kanndarf -und in diesem Falle – muss geliebt werden. Wie unser Körper aus einem ausgeklügeltem System besteht, so sind auch wir alle ein Part des großen Ganzen. Jeder von uns trägt etwas dazu bei. Auch wenn wir es vielleicht nicht sehen, so hinterlassen wir unsere Spuren und unser Handeln wird etwas dazu beitragen und die Kette, aus den daraus resultierenden Ereignissen, wird jmd. anderen helfen. Wenn wir diese Liebe zulassen , dann leben wir automatisch im Selbst – Respekt. Respekt steht für Achtung, Anerkennung, für die Bewunderung, die Hochachtung, die Wertschätzung. Wir lassen als dies zu, wenn wir uns lieben. Wir haben die Hochachtung vor uns selbst und unser handeln. Wir schätzen uns wert. Wir haben die Bewunderung für uns. Für alles was wir unser Leben bereits geleistet haben. Und jeder von uns hat bereits sehr viel geleistet. Sprich wir respektieren uns. Und Liebe und Respekt werden nicht mehr als Aufforderung gesehen und verstanden, sondern als ein Tun, eine Eigenschaft, die aus freien Willen passiert ohne Absichten und angeknüpften Erwartungen. Es ist vielmehr eine ganzheitliche Einstellung zum Leben. Wenn ich liebe und respektiere habe ich alles, was ich im Leben brauche.

In diesem Sinne be yourself & love yourself, sei bunt und lebe deine Vielfalt.

Deine Janina

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