Unser Zyklus ist ein komplexes, hormonelles System. An dem nicht nur ein Organ, sondern viele verschiedene daran beteiligt sind. Sie stehen alle im Einklang miteinander, sobald eines nicht richtig arbeiten kann oder durch äußere Faktoren oder flasche Ernährung besonders belastet wird, kann sich das auf unseren Zyklus auswirken. Zum Beispiel kann der Eissprung ausbleiben, die Mensturation verlängert sich oder die PMS – Symptome häufen oder verstärken sich.

Biologisch gesehen dreht sich alle darum, dass mein Körper eine befruchtungsfähige Eizelle hervorbingt, damit ich schwanger werde und potenitelles Leben entstehen kann. In diesem Beitrag schreibe ich einmal über den bilogischen Prozess im Körper und dann wie sich dies beim mir anfühlt . Denn jeder Zyklus ist so unterschiedlich & wundervoll wie wir Frauen selbst. Von daher schaut auf euch selbst und eure Gefühle, endeckt selber wie euer Körper tickt und zieht dann eure Entschlüsse daraus und versucht es für euch positiv zu nutzen und nimmt diesen Artikel einfach als inspiration für euch 🙂

Auf jeden Fall sagen Studien aus, dass ein Zyklus in der Regel 23 – 35 Tage dauert. Die wenigsten Frauen haben einen Zyklus von genau 28,5 Tagen..wirtzigerweise der Zeitraum, der durch die Industrie „verstärkt“ wird. Wenn also Hormone, z.B. auf Grund der Pille, mit im Spiel sind, kann der Zyklus diese 28 Tage haben. Ich habe damals mit 15/ 16 Jahre angefangen die Pille zu nehmen und sie erst 12 Jahre später mit meinem 28. Lebensjahr abgesetzt. Versteht mich hier nicht falsch, sie hatte für diesen Zeitraum durchaus ihre Berechtigung für mich. Der erste Freund, Sex wurde ein Thema, Kondome wurden benutzt und die Pille war ein hervorragender Schutz gegen eine Schwangerschaft. Und dennoch haben  die Hormone, in meiner wichtigsten Entwicklungsphase ( Mädchen zu Frau ) mich von meinem Körper, meinen Empfindungen und Emotionen entfernt. Ich habe erst mit 28 Jahren erfahren und gelernt, einen normalen biologischen Zyklus zu haben. Die einzelnen Symptome und Hormonschwankungen wahrzunehmen und diese zu deuten und für mich zu nutzen… Im Nachhinein betrachtet: total verrückt, was ich mir und meinem Körper damit angetan habe. Aber wie gesagt, für den Zeitraum und für das Sammeln von ersten Erfahrungen, die einfachste & bequemste Lösung. Inzwischen habe ich wieder das Gefühl ganz zu sein und mit meinem Körper im Einklang zu sein. Und ich kann euch nur sagen, dass es für mich ein großartiges Gefühl ist. Ich verstehe inzwischen meine Emotionen und Energien und kann sie für mich besser einsortieren und mit ihnen umgehen und für mich nutzen. Ich akzeptiere sie und lasse sie so, wie sie sind. Wieso verstellen, wenn mir danach gar nicht zu Mute ist?

In unserem Zyklus findet ein tolles Spektakel der Jahreszeiten statt. Vom Winter, über den Frühling zum Sommer, Richtung Herbst und wieder Winter haben wir alle Emotionen beisammen. Wenn wir diese effektiv nutzen, kommen wir langfristig damit viel weiter, als wenn wir krampfartig dagegen ankämpfen. Was uns im Endeffekt einfach nur viel mehr Energie kostet.

In der Winterphase, auf den Mondzyklus bezogen, im Neumond ist die Mestruation. Diese geht in den Frühling über ,der Follikelphase, zunehmender Mond und bereitet sich dann auf den Sommer vor, dem Eisprung, Vollmond und zieht dann in den Herbst ein, der Lutealphase, abnehmender Mond, um wieder im Winter zu enden und vom Neuen zu beginnen. Ihr fragt euch vielleicht, warum ich hier den Mond mit einbinde. Dies liegt einfach daran, dass wir Frauen, mit der Natur und dem Mond verbunden sind. So wie der Mond auch die Gezeiten beeinflusst, so beeinflusst er auch den Zyklus. Dies wird durch die vielen verschiedenen Einflüsse, wie z. B Hormone, leider nicht immer möglich, hier im Einklang zu leben.

Mensturation | Winter | Neumond

Die Menstruation läutet einen neuen Zyklus ein, die Gebärmutter reinigt sich von der zuvor abgebauten Schleimhaut. Dies ist die nachdenkliche Phase, die Zeit der Selbstwahrnehmung und Abgeschiedenheit. Hier bin ich mehr in mich gekehrt, habe das Gefühl weniger leistungsfähger zu sein und sehne mich nach Ruhe, um zu genesen. In dieser Zeit sitzen weder meine Haare , noch mein Make up. Mein Geschmack nach Mode und einem coolen Outfit lässt in diesen Tagen zu Wünschen üprig und ich kann mich noch so anstrengen, es flutscht einfach nicht wie sonst und ich sehe abgekämpft und krank aus.

In dieser Woche oder 4 – 5 Tagen hilft mir inzwischen einfach nur Me – Time. Ich möchte nach der Arbeit einfach nur nach Hause und mich ins Bett verkriechen oder ein Bad nehmen, Kerzen anzünden, eine ungesunde Pizza bestellen, göttliches Eis als Nachtisch verspeisen und einfach nur  Ruhe haben. Nach den ersten beiden Tagen pendelt es sich so langsam ein und statt dem Bett ziehe ich inzwischen das Meditieren und Journalen vor. Ich mache mir dann Gedanken darüber, was mich belastet hat und was ich für mich ablegen möchte, um weiter zu wachsen und im nächsten Zyklus einen „Stresspunkt“ weniger zu haben.

Follikelphase | Frühling | Zunehmender Mond

Das Schöne: „Nach dem Winter kommt der Frühling“

Im Körper steigt der Östrogenspiegel an und in den Eierstöcken reifen die Eibläschen heran. Der Körper bereitet sich auf den Eisprung vor. Es ist Übergangsphase von der Menstruation zum Eisprung, vom Winter zum Sommer, von der Dunkelheit zum Licht.In dieser Phase habe ich auch wieder mehr Energie, meine Gedanken sind wieder klarer die Kreativität steigt an und es sind ideale Tage, um Projekte zu beginnen, die in der nächsten Phase eine konkrete From annehmen können. In dieser Zeit gehe ich wieder viel lieber raus, treffe mich mit Freunden, genieße das Beisammensein, bin voller Tatendrang und stehe in den Startlöchern.  Da die Eizelle selber nur kurz befruchtungsfähig ist, verlängert unser Körper diesen Zeitraum für eine Schwangerschaft mit einem Trick. Und dieser Trick heißt…taaadaaa.. Zervixschleim. Wie ich finde kein so schönes Wort, aber die Idee , von der Natur, dahinter – nicht schlecht 🙂

Der Zervixschleim ist ein Sekret, welcher in den Drüsen des Gebärmutter halses gebildet wird. Der Sinn ist, dass sich der PH – Wert in der Scheide ändert und Nahrung und Energie für die Spermien ist, damit diese  länger ( mehrere Tage ) in unserem Körper überleben und so auf den Eisprung warten können. Je näher unser Eisprung rückt, destso flüssiger wird dieser Schleim. Er ist ein tolles Signal dafür, das alles in Ordnung und die Eireifung in Gange ist.

Eisprung | Sommer | Vollmond

Der Eisprung ist die Sommerzeit, die helle Phase und ist meistens um die Vollmondzeit. Meine Kreativität und Tatendrang hat hier quasi ihren Höhepunkt. Mich kann dann so schnell nichts bremsen. Die Umsetzung von Dingen geht in dieser Zeit so leicht von der Hand, dass ich immer wieder überrascht bin und die angegangen Projekte können jetzt bestens umgesetzt werden.  Auch das Thema Mode und Make up funktiniert hier viel besser, sogar die Haare machen mit.  Ich stecke voller Energie und weiß dann manchmal gar nicht wohin damit. Und in dieser Zeit ist der Apetit nach Sex am größten 😉 Klar, denn mein biologischer Part in mir setzt alles auf : „Die Eizelle muss befruchtet werden“. Unabhängig davon, dass ich dies gerade noch nicht möchte und eine Schwangerschaft noch warten kann 😉

Im Körper hat Östrogenspiegel nun seinen Höhepunkt, kurz bevor das am meisten entwickelte Follikel springt. Der Zervixschleim wird dann noch flüssiger & klarer. Manchmal kann es sein, dass sich winzige Zellen der Gebärmutterschleimhaut lösen und den Zervixschleim blutig färben. In dieser Zeit verspüren machne ein Ziehen im Bauchraum. Ich spüre es manchmal als Ziehen im unteren Rückenbereich. Beste Methode für mich: Wärmflasche und ein Entspannungsbad.

Lutealphase | Herbst | Abnehmender Mond

Nach dem Eisprung erfolgt die Lutealphase. Der Mond nimmt ab, der Sommer neigt sich dem Ende und geht in den Herbst über. In dieser Phase nimmt der Östrogenspiegel wieder ab. Der Zervixschleim wirkt dickflüssiger und der Progesteronspiegel steigt an, ebenso wie die Körpertemperatur ( nur wenige Zehntel ). Dies ist wichtig, da für eine potentiell befruchtete Eizelle so optimale Bedingungen für eine Einnistung geschaffen werden. Wenn ihr die Temperatur messen möchtet, dann tut dies direkt nach dem Aufwachen, im l

Liegen im Bett. Diese Temperatur bleibt in den nächsten 12 – 16 Tagen bis zu nächsten Menstruation.

In dieser Zeit bin ich wieder etwas mehr bei mir. Mach mir mein Zuhause schön und gönne mir mehr Ruhe. Eine schöne Zeit sich Gedanken darüber zu machen,was man für den nächsten Zyklus nicht mehr haben möchte, was einem Stress bereitet und wie man damit beim nächsten Mal besser umgehen möchte.  Wurde die Eizelle nicht befruchtet, dann startet der Zyklus vom Neuen.

Warum ist mir dies so wichtig, einen Beitrag darüber zu schreiben?

Ich denke, weil es eine absolute Stärke von uns Frauen ist. Unser Zyklus ist unsere weibliche Energie und Kraft. Wir können so viel mehr erreichen, wenn wir versuchen im Einkang mit unserem Zyklus und dementsprechend dem Mond zu leben. Wenn wir lernen und verstehen, in welcher Phase unseres Zykluses  wir uns gerade befinden, so können wir auch unsere Gefühle und Energien besser verstehen und diese besser lenken bzw. einsetzen. Und wundern uns vielleicht nicht darüber, dass das Auftstehen heute nicht mit ganz so viel Elan klappt oder das wir für die Dinge, die gestern nur so geflutscht sind und sich quasi von alleine erledigt haben, heute ein bisschen mehr Zeit und Energie von uns benötigen. Dieses Wissen können wir auch für den Umgang mit unserem Umfeld nutzen. Klar in dem beruflichen Alltag ist es vielleicht nicht immer so einfach oder möglich, aber zumindest im privaten Umfeld können wir dies uns von Nutzen machen. Wenn ich weiß – ok abnehmender Mond, Eisprung war gerade und ich stehe kurz vor meiner Menstruation – und ich merke, dass ich nicht so outgoing bin, dann veranstalte ich lieber zu Hause einen Mädelsabend. Alles andere, wie z. B ein Abend in einer Bar, wäre für mich dann zu stressig, raubt mir zusätzliche Energie und ich kann dann meinem Umfeld gegenüber auch nicht so gerecht werden, wie ich es gerne möchte, da ich vielleicht nicht so kommunikativ  wie sonst bin. Aber wenn ich dies für mich weiß, dann kann ich so auch meine Pläne legen. Dann  gehe ich halt eine Woche später mit meinen Mädels in eine Bar,  wenn bei mir wieder alles auf Frühling gepolt ist. Wie am Anfang geschrieben, nehme ich seit meinem 28. Geburtstag nicht mehr die Pille und erst seit einem Jahr kann ich meine Zyklen für mich zuordnen und ich lerne Tag für Tag mehr über mich und meinem Körper. Und ich kann euch nur sagen, dass sie wirklich toll ist. Ich habe angefangen damit aufzuhören gegen mich zu kämpfen, sondern meine Gefühle und Energie besser wahrzunehmen und hinzufühlen. Inzwischen sage ich auch gerade heraus, dass ich meine Menstraution habe, wenn mich jmd fragt, was mit mir los sei, weil ich genervt oder krank wirke. Der eine oder die andere ist dann vielleicht etwas überrascht oder sagt auch “ so genau wollte ich es gar nicht wissen“, aber ich denke mir, dass es nur fair ist, da dann auch mein Umfeld meine Launen viel besser verstehen kann. Und tatsächlich bin ich dafür, dass man es so genau wissen sollte. Wir sind nicht ansteckend, wenn wir unsere Tage haben. Im Gegenteil es ist ein Geschenk, weil wir durch unseren Zyklus, unsere Weiblichkeit, so bunt und vielfältig sind und alles sein können, was wir möchten. Mal wild, dann wieder ruhiger aufbrausend und laut, fröhlich und gackernd, albern und ernst, innen und außen.

Und vieles WUNDERVOLLES mehr!

Also in diesem Sinne be yourself & love youself, sei bunt und lebe deine Vielfalt

Deine Janina

 

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