Beltane, ist ein uraltes Fest mit keltischem Ursprung. Es wurde gefeiert, um den Beginn des Sommers zu feiern. 

Beltane lässt sich herleiten von „bel“ ( strahlend, leuchtend, hell ) und „tene“/ „ teine“ ( Feuer) und wird auch mit dem keltischen Licht/Feuergott Belenos in Verbindung gebracht. Ihr könnt euch jetzt bestimmt vorstellen, dass bei diesem Fest demnach auch das Feuer eine große Rolle spielt / spielte, da es stellvertretend für das Licht stand und die Menschen diese entzündeten, um den Sommer so willkommen zu heißen 

 Auch steht dieses Fest für die Heilige Hochzeit, der Hieros Gamos. Es ist die Vermählung zwischen Himmel ( männlich ) und Erde ( weiblich ). Es lassen sich einige Bräuche und Rituale von Beltane ableiten oder hatten hier ihren Ursprung, unter anderem „Tanz in den Mai“ oder der „Maibaum“. Wobei „Tanz in den Mai“ – hier in Hamburg – üblicher bzw. bekannter als der „Maibaum“ ist. Rückblickend ( dieses Jahr mussten ja diverse Veranstaltungen abgesagt werden ) war auch immer die Nacht anders als die anderen Party- Abende. Ich empfand die Stimmung immer als besonders. Irgendwie ausgelassener, freudiger, erwartungsvoller, elektrisierender.

Viel spannender finde ich aber,  die Symbolik des Maibaums. Der Maibaum selbst wurde mit einem Kranz, welcher aus Frühlingsblumen und frischen Grün geflochten wurde, und bunten Bändern, welche während des Tanzes um den Maibaum gewickelt wurden, geschmückt. Der Kranz wurde an die Spitze des Baumes angebracht und steht symbolisch für das Weibliche, die Erde, die Natur, das Empfangen, die Fruchtbarkeit und für das neue Leben. Der Stamm des Maibaums selber steht stellvertrend für den Phallus, für das Männliche, die Kraft, für den Himmel. Beides zusammen steht demnach für die sexuelle Vereinigung. Himmel und Erde. Mann und Frau. Beltane ist also nicht „nur“ ein Fest für den Beginn des Sommer, sondern auch ein Fest für die Fruchtbarkeit & des Lebens.

Wir können dieses Fest, die Energie von Beltane auch für andere Ebenen nutzen. Zum Beispiel um neue Ideen in die Welt zu pflanzen, Projekte weiter voranbringen, unserer Kreativität freien Lauf lassen. Und den Samen ( für unsere Umsetzung von unseren Träumen & Wünschen) für das kommende Jahr zu sähen. Quasi das Feuer entfachen und dann aber auch hineinspüren und empfangen. Den Ideen & Gedanken nachspüren und schauen, wie man diesen Ideen beim Wachstum helfen kann.

Schreib deine Gedanken dazu auf, lass es einfach fließen. Daraus entwickeln sich bestimmt ganz wertvolle neue Ideen, Gedanken und Denkanstöße, die du für die Umsetzung deiner Projekte, Wünsche und Träume benötigst. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber bestimmt in der Zukunft. Vertrau einfach dir selbst. Es muss nichts perfekt sein oder genau „DAS“ dabei herauskommen. Es geht vielmehr um die Energie und den Prozess dahinter.

Ihr wundert euch jetzt wahrscheinlich und denkt euch „ 1.Mai war doch schon, wieso schreibt sie den Beitrag erst jetzt?“. Und da habt ihr recht. Man kann Beltane nämlich traditionell in der Nacht zum 1. Mai oder unter anderem am 5. Vollmond eines Mondjahres, demnach heute, feiern. Denn heute steht der Vollmond im Tierkreiszeichen Skorpion und diese Energie wollte ich zusätzlich nutzen. Denn es geht auch darum Altes sterben zulassen, damit Neues entstehen kann. Welche Glaubenssätze / muster, muss ich hinter mir lassen, transformieren, damit ich wachsen kann? Was habe ich zur Seite gedrängt, wo ich jetzt hinschauen muss ? Auch hier ist, genau wie bei Mutter Natur, alles in einem Kreislauf und nur durch die Vereinigung von beidem kann etwas Neues entstehen.

 

 

In diesem Sinne be yourself & love yourself, sein bunt und lebe deine Vielfalt

Deine Janina

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

Manfred Becker-Huberti: Lexikon der Bäruche und Feste, Gerhard Bellinger:Knaurs Lexikon der Mythologie, Sylvia Botheroyd: Lexikon der keltischen Mythologie, Andrea Dechant Beltane:Fest der Walpurga, Viversum.de, jahreskreis.info

This website uses cookies. By continuing to use this site, you accept our use of cookies.