In den letzten zwei Jahren ist habe ich meine Spiritualität bzw meine Leidenschaft für spirituelles Wissen wieder entdeckt. Ich denke, dass jeder von uns auf seine ganz eigene wundervolle Weise spirituell ist, daher sage ich auch ganz gerne spirituelles Wissen oder altes Wissen 😊 Und im letzten Jahr habe ich das erste Mal die Rauhnächte für mich abgehalten. Es war einfach schön und magisch und hat mir, die für mich schönste Zeit im Jahr – nämlich Weihnachten – noch magischer und besonderer gemacht. Auch, wenn es organisatorisch ab und zu eine Herausforderung war. Aber, wer kennt es nicht ? Heilig Abend, Familie, dann noch mögliche Geburtstage und Silvester. Vielleicht kennt ihr auch dieses Gefühl, dass in dieser Zeit die Tage auf der einen Seite besonders schnell vergehen und sie sich gleichzeitig wie Kaugummi ziehen. Ich denke, dass dies an den Rauhnächten liegt. Die Rauhnächte sind 12 Nächte zwischen Weihnachten, den 24.12, und dem Dreikönigstag, den 06.12 und gelten als heilige Zeit. Wir können in diesen Tagen auf das alte Jahr zurückschauen und einen Blick in die Zukunft werfen.

Wieso denn eigentlich 12 und woher kommt der Name Rauhnächte?

Die 12 Tage / Nächte stehen symbolisch für die 12 Monate im neuen Jahr. Du kannst also jeden Tag unter einem neuen Schwerpunkt abhalten, dazu journalen orakeln und noch vieles weiteres prakitizieren. Dazu schreibe ich später mehr. Die 12 Tage ergeben sich aus der Differenz der Tage im Sonnenjahr ( 365 Tage ) und dem Mondjahr ( 354 Tage). Um diese Differenz auszugleichten wurden 11 Schalttage und damit 12 Nächte eingefügt. Die Wurzeln liegen in der germanischen und keltischen Tradition. Man könnte also sagen, dass diese Tage und Nächte quasi nicht existieren. In dieser Zeit ist der Schleier zu anderen Welt besonders dünn, und wilde Geister und Dämonen ziehen durch das Land. Hier lässt sich der Begriff „Rauhnächte“ herleiten. „Rauh“ ( wild) kommt von Rauch oder Räuchernd und vom mittelhochdeutschen Wort „rûch“, welches haarig und pelzig bedeutet und damit das Aussehen der Dämonen beschreibt. In diesen Tagen soll auch keine Wäsche draußen zum Troknen aufgehangen werden, da sich die Geister und Dämonen darin verstecken und verheddern können. Diese Tage liegen außerhalb von Zeit und Raum. Die irdischen Gesetze verlieren ihre Gültigkeit. Daher für mich auch dieses Zeitgefühl.

Du kannst in dieser Zeit besonders auf deine Träume achten und sie dir niederschreiben, führe ein Tagebuch. Man sagt, dass die Träume im jeweils dazugehörigen Monat in Erfüllung gehen. Wäre doch spannend, wenn du im ganzen Jahr etwas hast, was du wieder hervorholen kannst und einen andauernden Rückblick / Zukunftblick hättest. Alles was in diesen Tagen geschieht, hat eine ganz besondere Bedeutung. Diese magische Zeit, ist die Zeit des Loslassens, deinen alten Ballast abzuwerfen und frei in das neue Jahr zu starten. Nutze diese Zeit für dich als Innenschau.

Du kannst z.B :

  • Aufräumen und putzen – das Entrümpeln und Ausmisten soll Unglück bringen, daher würde ich es in dieser Zeit nicht machen.
  • Geliehenes zurückgeben und Schulden begleichen
  • Wie gesagt deinen alten Ballast loswerden und allg deine Angelegenheiten klären ( ist doch schon, wenn man einen Streit im alten Jahr lassen kann und ihn nicht mit in das Neue nimmt ?)
  • Wofür warst du dankbar in diesem Jahr?
  • Räucher deine Wohnung oder Haus aus – du kannst hier Salbei benutzen oder auch Weihrauch, Myrrhe und Engelwurz. ( Ich bin in den ersten Tagen alleine zu Hause und werde diese Zeit dafür nutzen – mein Freund mag dies nämlich nicht ganz so gerne😉)
  • Achte, wie auch schon geschrieben, auf deine Träume und führe ein Buch darüber
  • Du kannst meditieren, lange Spaziergänge und Yoga machen, alles, was dir gut tut und wo du zur Ruhe kommst.

Da auch die Tage wichtig sind, kannst du deine Rauhnacht von 12.00 Uhr am Tag bis 12.00 Uhr am nächsten Tag nutzen, so kommt auch weniger Stress auf 😊 Diese magische Zeit eignet sich einfach perfekt für Bräuche und Rituale. Neben dem einfangen von deinen Träumen und Journalen kannst du auch Orakeln, Räuchern und das 13 – Wünsche – Ritual abhalten. Ganz unter dem Motto: Loslassen und Reinigen, Innehalten und Orakelkarte ziehen und Journalen, neue Intentionen setzten.

Das 13- Wünsche- Ritual beinhaltet 13 Wünsche für das kommende Jahr aufzuschreiben und in jeder Nacht einen Wunsch ( diese musste du vorher falten, so dass du sie nicht mehr erkennen kannst ) ziehen und ihn der Erde wieder übergibst, indem du ihn z.B anzündest und ihn zu Asche werden lässt oder auch vergräbst, wie einen Samen. Diese Wünsche gibst du ab und vertraust dem Universum für die Erfüllung dieser. Und der 13. Wunsch, ist der Wunsche wo du selber aktiv wirst und dich in die Umsetzung dessen begibst.

Das Aufschreiben dieser Wünsche kannst du z. B am 21.12 machen. Am diesen Tag ist die Wintersonnenwende oder auch Julnacht und ist die längste Nacht des Jahres. Nach dieser Nacht kommt wieder das Licht, die Nächte werden wieder kürzer und es geht wieder Richtung Frühling. Diese Nacht leitet die Rauhnächte ein. In dieser Nacht geht es auch um das Loslassen und reflektieren. Was hast du diesem Jahr gelernt? Wofür bist du dankbar? Was darf gehen? Was darfst du loslassen? Was wünscht du dir für das kommende Jahr ? Was darf Neues kommen? Was willst du ins Leben bringen?

Damit du deine Rauhnächte abhalten kannst, brauchst du tatsächlich gar nicht viel. Du brauchst etwas zum Schreiben, ein Notizbuch für deine Träume, ein Orakelset, wenn du magst, und etwas zum Räuchern. Hier geht wunderbar Palo Santo oder Weißer Salbei, den bekommst du auch als Smudge Stick. Ich kann hier Practical Magic / Hexenladen in Hamburg – Eppendorf empfehlen ( unbezahlte Werbung ). Wenn du deine Wünsche für das kommende Jahr visueller festhalten möchtest, dann kannst du dir auch ein Visionboard erstellen. Dazu benötigst du genügend Zeitschriften, Schere und Kleber. Auch hier: alles kann, nichts muss. Mach es so, dass es sich für dich gut anfühlt. Die Rauhnächte sind da, um zur Innenkehr zu kommen. Auch bei dem Einfangen deiner Träume geht es nicht darum, alles treugenau niederzuschreiben, wenn du dich an alles erinneren kannst – super 😊 Du kannst auch einfach Stichpunkte niederschreiben, das Gefühl dahinter. Und auch genauso bei dem Journalen, lass es einfach fließen und erzwinge nichts. Es soll dir gut dabei gehen 😊 Falls du vorher noch nie mit Orakelkarten oder Tarotkarten gearbeitet hast, sind zusätzliche kleine Heftchen beigefügt, die dir die Karte und dessen Intention erklären. Was ich persönlich sehr schön finde ist, in die Assoziation mit der Karte zu gehen. Welche Farben fallen dir auf? Was springt dich an? Wie wirkt sie auf dich ? Schreib dazu deine Gedanken nieder, daraus ergibt sich so viel. Ich werde noch ein weiteren Beitrag schreiben, wo ich noch einmal auf die einzelnen Tage der Rauhnächte eingehe. Ich glaube, das wird hier sonst ganz schön viel an Informationen 😊

Ganz viel Liebe für dich,

Deine Janina 

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