In unserem Zyklus findet ein tolles Spektakel der Jahreszeiten statt. Vom Winter, über den Frühling zum Sommer, Richtung Herbst und wieder Winter haben wir alle Emotionen beisammen. Wenn wir diese effektiv nutzen, kommen wir langfristig damit viel weiter, als wenn wir krampfartig dagegen ankämpfen. Was uns im Endeffekt einfach nur viel mehr Energie kostet. Ich möchte euch hier eine Inspiration an die Hand geben, wie ihr die Kraft des Mondes für euren Zyklus nutzen könnt, um so eure Power, eure Kreativität für euch einzusetzen. Wir Frauen sind zyklische Wesen, wie La Luna selbst. Wenn der Mond Einfluss auf die Gezeiten des Wasser nimmt und der Mensch zu ca 70 – 80 % aus Wasser besteht, ist es für mich nur logisch, dass auch der Mond Einfluss auf uns nimmt. Und wenn man sich dann einmal die Länge eines Mondzyklus ansieht, welcher aus 29 Tagen besteht, dann kann ich auch hier wunderbar eine Parallele zu dem weiblichen Menstruationszyklus ziehen. Es gibt zwei zyklische Konzepte, der weiße und der rote Mondzyklus. Wenn ich hier gleich näher eingehe, richte ich mich nach dem weißen Mondzyklus, da dies meinem entspricht und ich es so besser erklären kann. Sonst entsteht nur Chaos in meinem Kopf 😉

 

 

 

Aber zurück zu den Zyklen. Im weißem Mondzyklus durchläuft die Frau zum Neumond ihre Menstruation bis zum Eisprung während des Vollmondes. Im roten Mondzyklus ist dies einmal anders herum. Hier ist der Eisprung zum Neumond und die Menstruation zum Vollmond. Jeder Zyklus ist individuell und einzigartig, so wie unser Körper und jeder Mensch selbst individuell ist. Ich schreibe hier aus meiner eigenen Erfahrung heraus und möchte , wie schon geschrieben, einen Impuls mitgeben. Also bitte keine Panik, wenn nicht zum Vollmond der Eisprung oder die Menstruation einsetzt. Schau dir deinen Zyklus selber an, schreibe ihn dir nieder und die dazugehörigen Mondphasen. So kannst du für dich schauen, was du gerade benötigst und dich nach deinen Bedürfnissen richten.

 

Es gab einmal eine Zeit, in der die Menstruation als „heiliges Ereignis“ angesehen wurde, man wusste um die starke Verbindung zwischen dem Mond und dem weiblichen Zyklus. Frauen haben sich gemeinsam zur Menstruation zurückgezogen, gemeinsam geblutet. Tiefe & kraftvolle Energien strömten. Vielleicht habt ihr schon einmal an einen Women Retreat oder Circleteil genommen? Die Gemeinschaft von Frauen, die „Sisterhood“, ist etwas magisches. Es gibt einen Kraft und setzt so viel frei. Das Gehalten- Gesehen- und Gehört werden von Gleichgesinnten ist unbeschreiblich. Es ist so wundervoll zusehen, dass dieses Band unter Schwestern wieder stärker wird und das „Alte Wissen“ und die Magie wieder mehr an die Oberfläche kommt und sich verbreitet. Ich finde es schade, dass einem die Menstruation als das „notwendige Übel“ vermittelt und tabuisiert wird in der Gesellschaft. Vielleicht schreibe ich hier aber noch einmal einen separaten Post. Erst einmal soll es ja um den Zyklus selbst gehen.Jede Frau durchläuft während ihres Zyklus vier verschiedene Phasen. Nicht vergessen, ich ich beschreibe die Phasen anhand des weißen Mondzkylus. Beim roten Mondzyklus sind die einzelnen Phasen um 180° gedreht.

Neumond | Menstruation | Phase der Alten | Winter

Die Menstruation läutet einen neuen Zyklus ein, die Gebärmutter reinigt sich von der zuvor abgebauten Schleimhaut. Dies ist die nachdenkliche Phase, die Zeit der Selbstwahrnehmung und Abgeschiedenheit. Es herrscht Winter, im „Alten Wissen“ ist es auch die „Phase der Alten.“  Hier bin ich mehr in mich gekehrt, habe das Gefühl weniger leistungsfähiger zu sein und sehne mich nach Ruhe, um zu genesen. In dieser Zeit sitzen weder meine Haare , noch mein Make Up. Mein Geschmack nach Mode und einem coolen Outfit lässt in diesen Tagen zu Wünschen übrig und ich kann mich noch so anstrengen, es flutscht einfach nicht wie sonst und ich sehe abgekämpft und krank aus. Und das ist völlig ok 😊

In dieser Woche oder 4 – 5 Tagen hilft mir Me – Time. Ich gönne mir nach der Arbeit ein Bad nehmen, zünde Kerzen an, lege mich in mein Bett, lese und sehe einen netten Film. Nach den ersten beiden Tagen pendelt es sich so langsam ein und statt dem Bett ziehe ich inzwischen das Meditieren und Journalen vor. Ich mache mir dann Gedanken darüber, was mich belastet hat und was ich für mich ablegen möchte, um weiter zu wachsen und im nächsten Zyklus einen „Stresspunkt“ weniger zu haben. Während dieser Zeit bin ich besonders offen in meinen Urinstinkten, kann tief in die Meditation gehen, mich mit meinen Krafttieren verbinden und Lösungen oder Ideen für Probleme finden

Zunehmender Mond | Follikelphase | Jungfrauenphase | Frühling  

Das Schöne: „Nach dem Winter kommt der Frühling“

Im Körper steigt der Östrogenspiegel an und in den Eierstöcken reifen die Eibläschen heran. Der Körper bereitet sich auf den Eisprung vor. Es ist Übergangsphase von der Menstruation zum Eisprung, vom Winter zum Sommer, von der Dunkelheit zum Licht. In dieser Phase habe ich auch wieder mehr Energie, meine Gedanken sind wieder klarer, die Kreativität steigt an und es sind ideale Tage, um Projekte zu beginnen, die in der nächsten Phase eine konkrete From annehmen können. Diese Phase wird auch „Jungfrauenphase“ genannt, man gehört sich nur sich selbst.  In dieser Zeit gehe ich wieder viel lieber raus, treffe mich mit Freunden, genieße das Beisammensein, bin voller Tatendrang und stehe in den Startlöchern.  Da die Eizelle selber nur kurz befruchtungsfähig ist, verlängert unser Körper diesen Zeitraum für eine Schwangerschaft mit einem Trick. Und dieser Trick heißt…taaadaaa.. Zervixschleim. Wie ich finde kein so schönes Wort, aber die Idee , von der Natur, dahinter – nicht schlecht 🙂

Der Zervixschleim ist ein Sekret, welcher in den Drüsen des Gebärmutterhalses gebildet wird. Der Sinn ist, dass sich der PH – Wert in der Scheide ändert und Nahrung und Energie für die Spermien ist, damit diese  länger ( mehrere Tage ) in unserem Körper überleben und so auf den Eisprung warten können. Je näher unser Eisprung rückt, desto flüssiger wird dieser Schleim. Er ist ein tolles Signal dafür, das alles in Ordnung und die Eireifung in Gange ist.

Vollmond | Eisprung | Mutterphase | Sommer

Der Eisprung ist die Sommerzeit, die helle Phase und ist meistens um die Vollmondzeit, auch Mutterphase genannt. Meine Kreativität und Tatendrang hat hier quasi ihren Höhepunkt. Mich kann dann so schnell nichts bremsen. Die Umsetzung von Dingen geht in dieser Zeit so leicht von der Hand, dass ich immer wieder überrascht bin und die angegangen Projekte können jetzt bestens umgesetzt werden.  Auch das Thema Mode und Make Up funktioniert hier viel besser, sogar die Haare machen mit 😉  Ich stecke voller Energie und weiß dann manchmal gar nicht wohin damit, meine Energie geht ins Außen. Ich möchte alle betüddeln, Harmonie schaffen und meine Projekte und die Ideen in de Welt bringen. In dieser Zeit ist der Appetit nach Sex am größten 😉 Klar, denn mein biologischer Part in mir setzt alles auf : „Die Eizelle muss befruchtet werden“. Vielleicht kennst du das auch, dass du zu dieser Zeit wie ein Magnet auf andere wirkst? Unabhängig davon, dass ich dies gerade noch nicht möchte und eine Schwangerschaft noch warten kann 😉

Im Körper hat Östrogenspiegel nun seinen Höhepunkt, kurz bevor das am meisten entwickelte Follikel springt. Der Zervixschleim wird dann noch flüssiger & klarer. Manchmal kann es sein, dass sich winzige Zellen der Gebärmutterschleimhaut lösen und den Zervixschleim blutig färben. In dieser Zeit verspüren manche ein Ziehen im Bauchraum. Ich spüre es als Ziehen im unteren Rückenbereich. Beste Methode für mich: Wärmflasche und ein Entspannungsbad.

Abnehmender Mond | Lutealphase | Herbst | Zauberinnenphase

Nach dem Eisprung erfolgt die Lutealphase. Der Mond nimmt ab, der Sommer neigt sich dem Ende und geht in den Herbst über. In dieser Phase nimmt der Östrogenspiegel wieder ab. Der Zervixschleim wirkt dickflüssiger und der Progesteronspiegel steigt an, ebenso wie die Körpertemperatur ( nur wenige Zehntel ). Dies ist wichtig, da für eine potentiell befruchtete Eizelle so optimale Bedingungen für eine Einnistung geschaffen werden. Wenn ihr die Temperatur messen möchtet, dann tut dies direkt nach dem Aufwachen, im Liegen im Bett. Diese Temperatur bleibt in den nächsten 12 – 16 Tagen bis zu nächsten Menstruation.

In dieser Zeit bin ich wieder etwas mehr bei mir. Mach mir mein Zuhause schön und gönne mir mehr Ruhe. Eine schöne Zeit sich Gedanken darüber zu machen, was man für den nächsten Zyklus nicht mehr haben möchte, was einem Stress bereitet und wie man damit beim nächsten Mal besser umgehen möchte. Diese Zeit wird auch Zauberinnenphase genannt.  Wurde die Eizelle nicht befruchtet, dann startet der Zyklus vom Neuen..

 

Warum ist mir dies so wichtig, einen Beitrag darüber zu schreiben?

Ich denke, weil es eine absolute Stärke von uns Frauen ist. Unser Zyklus ist unsere weibliche Energie und Kraft. Wir können so viel mehr erreichen, wenn wir versuchen im Einklang mit unserem Zyklus und dementsprechend dem Mond zu leben. Wenn wir lernen und verstehen, in welcher Zyklusphase wir uns gerade befinden, so können wir auch unsere Gefühle und Energien besser verstehen und diese besser lenken bzw. einsetzen. Und wundern uns vielleicht nicht darüber, dass das Aufstehen heute nicht mit ganz so viel Elan klappt oder das wir für die Dinge, die gestern nur so geflutscht sind und sich quasi von alleine erledigt haben, heute ein bisschen mehr Zeit und Energie von uns benötigen. Dieses Wissen können wir auch für den Umgang mit unserem Umfeld nutzen. Klar in dem beruflichen Alltag ist es vielleicht nicht immer so einfach oder möglich, aber zumindest im privaten Umfeld können wir dies uns von Nutzen machen. Wenn ich weiß – ok abnehmender Mond, Eisprung war gerade und ich stehe kurz vor meiner Menstruation – und ich merke, dass ich nicht so outgoing bin, dann veranstalte ich lieber zu Hause einen Mädelsabend. Alles andere, wie z. B ein Abend in einer Bar, wäre für mich dann zu stressig, raubt mir zusätzliche Energie und ich kann dann meinem Umfeld gegenüber auch nicht so gerecht werden, wie ich es gerne möchte, da ich vielleicht nicht so kommunikativ  wie sonst bin. Aber wenn ich dies für mich weiß, dann kann ich so auch meine Pläne legen. Dann  gehe ich halt eine Woche später mit meinen Mädels in eine Bar,  wenn bei mir wieder alles auf Frühling gepolt ist. Wie am Anfang geschrieben, nehme ich seit meinem 28. Geburtstag nicht mehr die Pille und erst seit einem Jahr kann ich meine Zyklen für mich zuordnen und ich lerne Tag für Tag mehr über mich und meinem Körper. Und ich kann euch nur sagen, dass sie wirklich toll ist. Ich habe angefangen damit aufzuhören gegen mich zu kämpfen, sondern meine Gefühle und Energie besser wahrzunehmen und hinzufühlen. Inzwischen sage ich auch gerade heraus, dass ich meine Menstruation habe, wenn mich jmd fragt, was mit mir los sei, weil ich genervt oder krank wirke. Der eine oder die andere ist dann vielleicht etwas überrascht oder sagt auch “ so genau wollte ich es gar nicht wissen“, aber ich denke mir, dass es nur fair ist, da dann auch mein Umfeld meine Launen viel besser verstehen kann. Und tatsächlich bin ich dafür, dass man es so genau wissen sollte. Wir sind nicht ansteckend, wenn wir unsere Tage haben. Im Gegenteil es ist ein Geschenk, weil wir durch unseren Zyklus, unsere Weiblichkeit, so bunt und vielfältig sind und alles sein können, was wir möchten. Mal wild, dann wieder ruhiger aufbrausend und laut, fröhlich und gackernd, albern und ernst, innen und außen. Und vieles WUNDERVOLLES mehr!

Ganz viel Liebe für dich, deine Janina

 

 

 

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